Monat: Februar 2017

Interessante „Röntgenbilder“ im Röntgen-Gymnasium

Die erfolgreiche Vortragsreihe „Röntgenbilder“ wurde 2010 von der Leitung des Röntgen-Gymnasiums anlässlich der 100-Jahrfeier des ersten Abiturjahrgangs gestartet. Seitdem haben namhafte Referenten verschiedenste interessante Themen „durchleuchtet“ und den Zuhörern nahe gebracht. Im aktuellen Newsletter lädt der Verein der Freunde des Röntgen-Gymnasiums zu vier weiteren spannenden Veranstaltungen ein, die jeweils um 19:00 Uhr in der Cafeteria des Röntgen-Gymnasiums beginnen (Sanderring 8, 97070 Würzburg).

Do., 09.02.2017: Wozu Facebook und Co?

Referent: IT-Rechtsanwalt Chan-jo Jun, Würzburg.

Inhalt: Das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet hat seine Grenzen, wenn dabei das Grundgesetz verletzt wird. So ist Facebook bekannt dafür, nicht ausreichend gegen Verleumdungen, Beleidigungen oder Gewaltdarstellungen vorzugehen. Der aus den Medien bekannte Rechtsanwalt Chan-jo Jun wird berichten, was man dagegen tun kann, und dabei auch über den Stand seiner Anzeige von Facebook-Managern informieren.

Mi., 15.02.2017: Fünf Jahrzehnte kosmischer Röntgenastronomie

Referent: Prof. Dr. Jürgen Schmitt, Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg.

Inhalt: Die vom Namensgeber unserer Stammschule entdeckten Röntgenstrahlen gibt es nicht erst seit ihrem ersten Nachweis 1895, sondern schon seit Beginn des Kosmos. Moderne Technik macht es möglich, diese Strahlung zu detektieren und damit Sonnen, Planeten, Kometen und viele andere Objekte des Weltraums zu untersuchen. Auch bei der Suche nach Erklärungen für die dunkle Materie und dunkle Energie spielen Röntgenbeobachtungen eine wichtige Rolle.

Di., 28.03.2017: Wozu Theater? 

Referent: Markus Trabusch, Intendant des Mainfranken-Theaters Würzburg.

Inhalt: Angesichts klammer Kommunalkassen betrachten viele das Theater als unmodernen Kostenverursacher. Im Vortrag wird beleuchtet, warum dem nicht so ist und auch heute noch das Theater eine wichtige Funktion im Kultur- und Geistesleben unserer Gesellschaft hat.

Do., 27.04.2017: Wozu Literatur? 

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Riedel, Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte, Universität Würzburg.

Inhalt: Trotz der digitalisierten Welt hat das Buch noch lange nicht ausgedient sondern erlebt stattdessen momentan eine Renaissance. Der Referent wird den Fragen nachgehen, worin das anhaltende Interesse an Literatur gründet, welche Funktion Literatur in unserer heutigen Kultur hat oder warum es nach wie vor eine wichtige Bildungsaufgabe ist, junge Leute zur Literatur zu führen und entsprechende Kompetenzen zu fördern.

Wolfgang Nüdling

Quellen:
Verein der Freunde des Röntgen-Gymnasiums e.V., Mitteilung vom 31.01.2017
Internetseite des Röntgen-Gymnasiums Würzburg, Stand 03.02.2017.

Unsere neuen Nachbarn

Wer über die Grombühlbrücke zu unserem Heim kommt, läuft oder fährt seit Jahren an einer großen Brachfläche vorbei. Die Neubauten in der Schweinfurter Straße sind mittlerweile – sogar inklusive des prägnanten Hotelturms – fertiggstellt. Nördlich davon, bis hin zu den Bahngleißen, wartet schon seit Jahren ein großes Areal auf eine neue Bestimmung.

Die Erstligabasketballer als Zugpferd für eine neue Multifunktionshalle

Seit Jahren träumen die Würzburger von einer neuen Multifunktionshalle. Nachdem das Arkadenprojekt am Hauptbahnhof, das auch einen Hallenneubau beinhaltet hätte,  2004 gescheitert ist, wachsen die Hoffnungen seit dem Erwerb der oben beschriebenen Fläche im Jahr 2012 durch eine private Investorengruppe wieder. Die Halle soll sowohl für Sport, als auch für Konzerte, Kongresse und ähnliches genutzt werden. Inbesondere die Würzburger Erstligabasketballer s. Oliver Würzburg wünschen sich eine größere Spielstätte: Die momentan genutzte s. Oliver Arena ist deutlich sichtbar in die Jahre gekommen und besitzt nur eine Kapazität von 3140 Plätzen, was an der unteren Grenze der Ligaauflagen liegt. Mit mehr Zuschauern und besseren Möglichkeiten für Sponsoring ließen sich höhere Einnahmen erzielen, die schließlich auch dem sportlichen Erfolg zutragen sollen. Die langfristigen und ambitionierten Pläne der S. Oliver Würzburg konnte man zuletzt auch an der Verpflichtung des 9-maligen Deutschen Meisters und ehemaligen Nationaltrainers Dirk Bauermann bis 2020 erkennen, der den Verein zum ernsthaften Anwärter auf das Playoffs Halbfinale der BBL machen möchte.

Zurück zur eigentlichen Halle: Seit 2012 ist viel Wasser die Pleichach hinuntergeflossen, deren Verlauf im Bereich der geplanten Halle liegt. Nach einem Auf und Ab bei der Planung der Halle wird seit 2014 ein Teil des Areals vorübergehend als Parkfläche genutzt. Die Parksituation ist schließlich auch einer Knackpunkte bei der Halle: Die Infrastruktur muss schließlich für die geplante Kapazität von 6000-8000 Besuchern funktionieren. Die fußläufige Nähe zum Hauptbahnhof und damit auch zur Innenstadt ist sicherlich ein großer Vorteil. Doch braucht es auch etwa 2000 Parkplätze. Entsprechend ist ein Parkhausneubau mit 1000 Plätzen zusammen mit einem Hotel geplant, das unter anderem an der Stelle, wo sich heute das Quellenbach-Parkhaus befindet, enstehen wird. Zusammen mit den geplanten 800 Plätzen direkt an der 70mx90m messenden Halle soll genügend Parkkapazität zur Verfügung stehen.

Finanziert werden soll die Halle von einem privaten Konsortium. Auch stellte ein namentlich nicht bekannter Sponsor im November 2016 überraschend einen zweistelligen Millionenbetrag zur Finanzierung in Aussicht. Das wird das Projekt hoffentlich so sehr beflügeln, dass es endlich mit dem Bau los geht und wir unsere neuen Nachbarn bald begrüßen dürfen.