VERANSTALTUNGSKALENDER im Wintersemester 2017/18

Die Veranstaltungen für das kommende Wintersemester sind jetzt online und werden in den nächsten Tagen auch im neuen Mitteilungsblatt Nummer 75 verteilt. Dem guten Beispiel unseres Stammtischs in München folgend, haben wir ein Novum in diesem Semester anzukündigen. Dort treffen sich die ortsansässigen Bundesbrüder in regelmäßigen Abständen nicht Montag abends, sondern bereits Sonntags zur Mittagszeit.

Alle zwei Monate findet nun auch in Würzburg anstatt den üblichen Stammtischen nunmehr ein Frühschoppen am ersten Sonntag des Monats statt. Zum ersten Mal treffen wir uns dazu am Sonntag 05.11. um 11:00 im Ratskeller Würzburg. Die Vorstandschaft freut sich auf eine mindestens so zahlreiche Teilnahme der Bundesbrüder – sehr gerne mit Begleitung – wie in der Landeshauptstadt.

Der neue Kalender wurde selbstverständlich penibel um den Spielplan der Erstligabasketballer s.Oliver Würzburg herum geplant und lässt sich wie immer im ical Format in Kalenderanwendungen auf verschiedene Endgeräte importieren.

Auf ein erfolgreiches Wintersemester 2017/18 unserer lieben Abituria Wirceburgia!

Furchtlos und treu

Daniel Scheder

Interessante „Röntgenbilder“ im Röntgen-Gymnasium

Die erfolgreiche Vortragsreihe „Röntgenbilder“ wurde 2010 von der Leitung des Röntgen-Gymnasiums anlässlich der 100-Jahrfeier des ersten Abiturjahrgangs gestartet. Seitdem haben namhafte Referenten verschiedenste interessante Themen „durchleuchtet“ und den Zuhörern nahe gebracht. Im aktuellen Newsletter lädt der Verein der Freunde des Röntgen-Gymnasiums zu vier weiteren spannenden Veranstaltungen ein, die jeweils um 19:00 Uhr in der Cafeteria des Röntgen-Gymnasiums beginnen (Sanderring 8, 97070 Würzburg).

Do., 09.02.2017: Wozu Facebook und Co?

Referent: IT-Rechtsanwalt Chan-jo Jun, Würzburg.

Inhalt: Das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet hat seine Grenzen, wenn dabei das Grundgesetz verletzt wird. So ist Facebook bekannt dafür, nicht ausreichend gegen Verleumdungen, Beleidigungen oder Gewaltdarstellungen vorzugehen. Der aus den Medien bekannte Rechtsanwalt Chan-jo Jun wird berichten, was man dagegen tun kann, und dabei auch über den Stand seiner Anzeige von Facebook-Managern informieren.

Mi., 15.02.2017: Fünf Jahrzehnte kosmischer Röntgenastronomie

Referent: Prof. Dr. Jürgen Schmitt, Hamburger Sternwarte, Universität Hamburg.

Inhalt: Die vom Namensgeber unserer Stammschule entdeckten Röntgenstrahlen gibt es nicht erst seit ihrem ersten Nachweis 1895, sondern schon seit Beginn des Kosmos. Moderne Technik macht es möglich, diese Strahlung zu detektieren und damit Sonnen, Planeten, Kometen und viele andere Objekte des Weltraums zu untersuchen. Auch bei der Suche nach Erklärungen für die dunkle Materie und dunkle Energie spielen Röntgenbeobachtungen eine wichtige Rolle.

Di., 28.03.2017: Wozu Theater? 

Referent: Markus Trabusch, Intendant des Mainfranken-Theaters Würzburg.

Inhalt: Angesichts klammer Kommunalkassen betrachten viele das Theater als unmodernen Kostenverursacher. Im Vortrag wird beleuchtet, warum dem nicht so ist und auch heute noch das Theater eine wichtige Funktion im Kultur- und Geistesleben unserer Gesellschaft hat.

Do., 27.04.2017: Wozu Literatur? 

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Riedel, Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte, Universität Würzburg.

Inhalt: Trotz der digitalisierten Welt hat das Buch noch lange nicht ausgedient sondern erlebt stattdessen momentan eine Renaissance. Der Referent wird den Fragen nachgehen, worin das anhaltende Interesse an Literatur gründet, welche Funktion Literatur in unserer heutigen Kultur hat oder warum es nach wie vor eine wichtige Bildungsaufgabe ist, junge Leute zur Literatur zu führen und entsprechende Kompetenzen zu fördern.

Wolfgang Nüdling

Quellen:
Verein der Freunde des Röntgen-Gymnasiums e.V., Mitteilung vom 31.01.2017
Internetseite des Röntgen-Gymnasiums Würzburg, Stand 03.02.2017.

Unsere neuen Nachbarn

Wer über die Grombühlbrücke zu unserem Heim kommt, läuft oder fährt seit Jahren an einer großen Brachfläche vorbei. Die Neubauten in der Schweinfurter Straße sind mittlerweile – sogar inklusive des prägnanten Hotelturms – fertiggstellt. Nördlich davon, bis hin zu den Bahngleißen, wartet schon seit Jahren ein großes Areal auf eine neue Bestimmung.

Die Erstligabasketballer als Zugpferd für eine neue Multifunktionshalle

Seit Jahren träumen die Würzburger von einer neuen Multifunktionshalle. Nachdem das Arkadenprojekt am Hauptbahnhof, das auch einen Hallenneubau beinhaltet hätte,  2004 gescheitert ist, wachsen die Hoffnungen seit dem Erwerb der oben beschriebenen Fläche im Jahr 2012 durch eine private Investorengruppe wieder. Die Halle soll sowohl für Sport, als auch für Konzerte, Kongresse und ähnliches genutzt werden. Inbesondere die Würzburger Erstligabasketballer s. Oliver Würzburg wünschen sich eine größere Spielstätte: Die momentan genutzte s. Oliver Arena ist deutlich sichtbar in die Jahre gekommen und besitzt nur eine Kapazität von 3140 Plätzen, was an der unteren Grenze der Ligaauflagen liegt. Mit mehr Zuschauern und besseren Möglichkeiten für Sponsoring ließen sich höhere Einnahmen erzielen, die schließlich auch dem sportlichen Erfolg zutragen sollen. Die langfristigen und ambitionierten Pläne der S. Oliver Würzburg konnte man zuletzt auch an der Verpflichtung des 9-maligen Deutschen Meisters und ehemaligen Nationaltrainers Dirk Bauermann bis 2020 erkennen, der den Verein zum ernsthaften Anwärter auf das Playoffs Halbfinale der BBL machen möchte.

Zurück zur eigentlichen Halle: Seit 2012 ist viel Wasser die Pleichach hinuntergeflossen, deren Verlauf im Bereich der geplanten Halle liegt. Nach einem Auf und Ab bei der Planung der Halle wird seit 2014 ein Teil des Areals vorübergehend als Parkfläche genutzt. Die Parksituation ist schließlich auch einer Knackpunkte bei der Halle: Die Infrastruktur muss schließlich für die geplante Kapazität von 6000-8000 Besuchern funktionieren. Die fußläufige Nähe zum Hauptbahnhof und damit auch zur Innenstadt ist sicherlich ein großer Vorteil. Doch braucht es auch etwa 2000 Parkplätze. Entsprechend ist ein Parkhausneubau mit 1000 Plätzen zusammen mit einem Hotel geplant, das unter anderem an der Stelle, wo sich heute das Quellenbach-Parkhaus befindet, enstehen wird. Zusammen mit den geplanten 800 Plätzen direkt an der 70mx90m messenden Halle soll genügend Parkkapazität zur Verfügung stehen.

Finanziert werden soll die Halle von einem privaten Konsortium. Auch stellte ein namentlich nicht bekannter Sponsor im November 2016 überraschend einen zweistelligen Millionenbetrag zur Finanzierung in Aussicht. Das wird das Projekt hoffentlich so sehr beflügeln, dass es endlich mit dem Bau los geht und wir unsere neuen Nachbarn bald begrüßen dürfen.

Couleurkarten und Fotos jüdischer Studentenverbindungen Würzburgs…

…der Wissenschaft zur Verfügung gestellt

Zu den vielen studentischen Korporationen Würzburgs gehörten bis zur Auflösung 1933 unter dem Druck der NS-Machthaber drei Verbindungen, denen ausschließlich bzw. überwiegend Mitglieder jüdischen Glaubens angehörten: Salia, Veda und Wirceburgia.

Glücklicherweise haben sich von ihnen Bilddokumente in Form von Couleurkarten und Fotos erhalten, die der Archivar der Abituria Wirceburgia nun elektronisch erfasst und Wissenschaftlern zugänglich gemacht hat, die sich mit der Geschichte des Judentums in Unterfranken sowie mit dem studentischen Korporationswesen beschäftigen: Riccardo Altieri (wissenschaftlicher Volontär am Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken), Dr. Michaela Neubert (Kustodin des IfH – Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg), Prof. Dr. Matthias Stickler (Professor am Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg und wissenschaftlicher Leiter des IfH) sowie Thomas Schindler (Stadtarchivar von Haßfurt, Experte für jüdische Studentenverbindungen und Mitarbeiter des „Studentenkurier“, Mitgliederzeitung der GDS – Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e.V.).

Wolfgang Schmidt (Braunschweig) und Hans-Ulrich Zipfel (Würzburg) wurde bereits herzlich dafür gedankt, dass sie die Couleurkarten der genannten Korporationen aus ihren Studentika-Sammlungen unentgeltlich zur Verfügung stellten. Ergänzt wurden die seltenen historischen Belege um weitere Karten und Fotos der akademischen Wirceburgia aus dem Archiv der Schülerverbindung Abituria Wirceburgia.

Da die Abituria Wirceburgia ein besonderes Interesse daran hat, die Erinnerung an die paritätisch-jüdische Studentenverbindung Wirceburgia zu bewahren, freuen wir uns über jeden Hinweis auf weitere Bilddokumenten, Schriftstücke, museales Sammlungsgut u.ä.

Wolfgang Nüdling

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Couleurkarte der paritätisch-jüdischen Studentenverbindung Wirceburgia aus dem Jahr 1908, als die Vereinigung noch im Gasthaus Stachel residierte (das Haus in der Mergentheimer Straße 22 wurde erst 1925 erworben). Archiv Abituria Wirceburgia.

Kontakt:
Abituria Wirceburgia e.V.
Brücknerstr. 5/R
97080 Würzburg
info@abituria.org

Redaktionssitzung für nächstes Mitteilungsblatt

Jeder darf sich beteiligen!

Am Donnerstag, 29.12.2016 findet ab 15:00 Uhr im Abituria-Heim in Würzburg-Grombühl, Brücknerstr. 5/Rückgebäude, die erste Redaktionssitzung für das nächste Mitteilungsblatt statt. Wie von Daniel Scheder schon per E-Mail mitgeteilt wurde, geht es dabei um die Organisation und Aufgabenverteilung innerhalb des Redaktionsteams, um thematische Inhalte, die graphische Gestaltung und vieles mehr. Alle interessierten Abiturianer sind herzlich eingeladen, sich zum Wohle unserer Leserschaft mit all ihrer Kreativität einzubringen.

Wer auf der Redaktionssitzung nicht anwesend sein kann, darf seine Ideen und Vorschläge auch gerne per E-Mail an das Redaktionsteam senden, das momentan aus den folgenden Abiturianern besteht:
– 1. Vorstand Dr. Fritz Lindner
– 2. Vorstand Daniel Scheder
– Archivar Dr. Wolfgang Nüdling

Da das neue Abituria-Mitteilungsblatt voraussichtlich im Februar oder März 2017 erscheinen wird, besteht auch nach der Redaktionssitzung noch die Möglichkeit, das Redaktionsteam zu kontaktieren, damit Eure geschätzten Anregungen für die nächste Ausgabe berücksichtigt werden.

Wolfgang Nüdling

Adventskonzerte Würzburger Gymnasien

Unzählige Schülerinnen und Schüler engagieren sich an Würzburgs Schulen in Chören, Orchestern und anderen Ensembles oder als Instrumental- und Gesangssolisten. So haben sie auch seit Beginn dieses Schuljahres wieder unter großem Aufwand mit ihren Lehrkräften eine Fülle an musikalischen Werken einstudiert, um uns im besten Wortsinn auf das nahende Weihnachtsfest einzustimmen. Von den vielen Angeboten hier eine Auswahl aus den Adventskonzerten der Würzburger Gymnasien, zu denen die Abituria Wirceburgia einen besonderen Bezug hat:

Dienstag, 20.11.2016, 19:30 Uhr

Weihnachtskonzert des Riemenschneider-Gymnasiums in der Don-Bosco-Kirche (Schottenanger 15).

Mittwoch, 21.12.2016, 19:00 Uhr

Adventliche Abendmusik des Wirsberg-Gymnasiums in St. Peter und Paul (Peterplatz 8) mit dem Concerto Grosso („Weihnachtskonzert“) von Arcangelo Corelli sowie bekannten Advents- und Weihnachtsliedern. Es musizieren unter anderem Chor und Orchester „Wirsberg & Friends“ und der Harfenist Nico Rosenberger. Die Zuhörer werden ebenfalls als Mitwirkende eingebunden und dürfen als besondere Bereicherung des Konzertabends bei einigen Werken mitsingen.

Donnerstag, 22.12.2016, 19:00 Uhr

(1) Adventskonzert des Röntgen-Gymnasiums in der Kirche St. Andreas (Breslauer Str. 24, Sanderau) unter anderem mit Antonio Vivaldis Gloria in G-Dur.

(2) Konzert zur Weihnachtszeit des Siebold-Gymnasiums in der Kirche St. Johannis (Hofstallstr. 5). Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen, vereint in den Chören der Schule, dem Orchester und der Big Band, präsentieren feierliche Musik verschiedener Epochen und Stilrichtungen.

Wolfgang Nüdling

Quellen:
Internetseiten der genannten Würzburger Gymnasien, Stand 19.12.2016.
Verein der Freunde des Röntgen-Gymnasiums e.V., Mitteilung vom 19.12.2016.
Wirsberg-Gymnasium Würzburg, Newsletter vom 12.12.2016.

Dr. Stefan Günter – herzlich willkommen in der Abituria!

Chemiker und Musiker wird Abiturianer

Wer ihn kennt, hört ihn oft schon, bevor er ihn sieht: Dr. Stefan Günter, unser zwar nicht jüngstes, dafür aber neuestes Verbindungsmitglied, ist nie um eine Arie aus seinem reichhaltigen Repertoire als engagierter Chorsänger verlegen. Nach seinem Abitur 1988 am Röntgen-Gymnasium Würzburg studierte er an der Universität Würzburg das Fach Chemie, das er später in Braunschweig mit der Promotion zum Dr. rer. nat. erfolgreich abschloss. Nach dem Abstecher in nördliche Gefilde kehrte der gebürtige Ochsenfurter in sein altes Bundesland zurück, allerdings nicht ins geliebte Unterfranken, sondern in die Höhle des Bayerischen Löwen, sprich in unsere Landeshauptstadt.

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Dr. Stefan Günter auf dem Advents-Stammtisch der Münchener Abituria-Gruppe am Sonntag, 11.12.2016. Archiv Abituria Wirceburgia.

Humorvoller Antrag

Der Münchener Ableger der Abituria Wirceburgia kennt Stefan schon lange als gern gesehenen und stets gut gelaunten Gast der monatlichen Stammtische. Entsprechend humorvoll war sein Aufnahmeantrag, den er während des Weißwurstessens am 3. Adventssonntag ausfüllte und unserem glücklichen, am selben Tag aus Würzburg angereisten 1. Vorstand Dr. Fritz Lindner in die Hände drückte. Mangels unseres offiziellen Aufnahmeformulars, das bei der Vereinsleitung in Würzburg liegt, verwendeten wir spontan den „Befindlichkeitsfragebogen“ für Gäste des Weißen Bräuhauses, wo in der Wintersaison die Münchener Stammtische stattfinden. Mit allen notwendigen persönlichen Angaben versehen wird nun hoffentlich der vollständige Abituria-Vorstand das Aufnahmegesuch befürworten und damit für eine positive „Befindlichkeit“ der gesamten Abituria sorgen…

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Unser sichtlich gut gelaunter 1. Vorstand Dr. Fritz Lindner. Archiv Abituria Wirceburgia.

Vom Würzburger Madrigalchor zur AMV Würzburg und AMV Arion Dresden

Nicht nur den Münchener Abiturianern ist Stefan Günter bereits bekannt, denn einige jüngere Bundesbrüder haben bereits mit ihm im Würzburger Madrigalchor gesungen, der 1978 von Musiklehrer Karl Kronthaler als Schulchor des Röntgen-Gymnasiums gegründet worden war. Mit dem Verfasser dieser Zeilen gehörte Stefan damals zu den Spaßmachern in der Bass-Stimmlage. Während seines Studiums schloss er sich der Akademisch-Musikalischen Verbindung Würzburg (AMV) an und wurde auch Mitglied der AMV Arion Dresden. Darüber hinaus wirkt er regelmäßig im Chor des Sondershäuser Verbands Akademisch-Musikalischer Verbindungen (SV) bei der Einstudierung und Aufführung großer Chorwerke mit.

Mit seinem Beitritt zur Abituria kann Bbr. Dr. Stefan Günter nun in blau-weiß-grüner Couleur seine Sangeskünste auf unseren festlichen Kneipen und Kommersen einbringen und diese beliebten Veranstaltungen damit musikalisch aufwerten. Da Stefan zudem ein hervorragender Kirchenorganist ist, wird er sich bestimmt auch einmal zum Spielen der „Bierorgel“ bewegen lassen…

In diesem Sinne wünschen wir Stefan einen fröhlichen Start in unser Verbindungsleben und weiterhin viel Vergnügen bei seinen vielen musikalischen Aktivitäten.

Wolfgang Nüdling


Abituria Wirceburgia zu Würzburg – Stammtisch München

Die Abituria Wirceburgia, 1910 von den ersten Abiturienten der Oberrealschule (heute: Röntgen-Gymnasium Würzburg) gegründet, unterhält seit den 1930er Jahren eine Ortsgruppe in unserer Landeshauptstadt München, die mit einigen Unterbrechungen bis heute fortbesteht (s. Literatur). So haben Abiturianer, die aus beruflichen, familiären oder anderen Gründen im Großraum der Isarmetropole ansässig geworden sind, vor Ort die Gelegenheit, die während der Schulzeit in Würzburg geschlossenen Freundschaften zu pflegen. Darüber hinaus werden die Münchener Abiturianer, wie alle Verbindungsmitglieder, mit Hilfe des halbjährlich erscheinenden Mitteilungsblatts über die Aktivitäten in Würzburg auf dem Laufenden gehalten.

Der Münchener Abituria-Stammtisch trifft sich in der Regel einmal im Monat sonntags ab 11:00 Uhr zu einem Frühschoppen mit Mittagessen, wozu auch unsere werten Damen und Gäste herzlich eingeladen sind. Treffpunkt während der Sommersaison ist der Augustiner-Biergarten in der Arnulfstraße 52 (nähe Bayerischer Rundfunk) und in der kalten Jahreshälfte das Weiße Bräuhaus (Im Tal 7).

Literatur

Nüdling, Wolfgang: Der Abituria-Stammtisch in München, in: 100 Jahre Abituria Wirceburgia zu Würzburg 1910 – 2010, SH-Verlag, Essen, 2010, S. 301 – 309.

Schmidt, Werner: Fünfundzwanzig Jahre Würzburger Madrigalchor – Eine Festschrift mit Programmen, Kritiken und Texten, Zell am Main, 2004.

Kontakt

Abituria Wirceburgia zu Würzburg e.V.
Brücknerstr. 5/R
97080 Würzburg
info@abituria.org

Im Schwarzen Walfisch zu Askalon? – Nein, zu Würzburg!

Ein verwandelter Wels am Würzburger Mainufer

Zu den beliebten Evergreens von Schüler- und Studentenverbindungen gehört das humorvolle Lied „Im Schwarzen Walfisch zu Askalon“, das gerne auf festlichen Veranstaltungen gesungen wird. Auch in Würzburg gab es einst ein Lokal „Zum Schwarzen Walfisch“, in dem am 26.11.1910 die ersten Abiturienten der Oberrealschule Würzburg (heute: Röntgen-Gymnasium) die Schülerverbindung Abituria gründeten (1). Ihr Ziel, mit Hilfe dieser Vereinigung die Freundschaft über die gemeinsame Schulzeit hinaus zu bewahren und sich dadurch nicht aus den Augen zu verlieren, ist auch heute noch hoch aktuell.

Deren Gründungslokal „Zum Schwarzen Walfisch“, am Würzburger Mainkai gelegen und damit weit entfernt von den Ozeanen unseres Planeten, hat mit dem Wal als größtem Meereslebewesen freilich nichts zu tun. Stattdessen stand ein heimischer Wasserbewohner Pate: der Wallfisch, auch Waller oder Wels genannt. Laut Stadthistoriker Werner Dettelbacher sangen die in der Gaststätte verkehrenden Studenten Victor von Scheffels Schlager “Im Schwarzen Walfisch zu Askalon” nach der Melodie von Ludwig Teichgräber recht gerne und bedrängten den Wirt, bis er endlich seine Gaststätte zunächst “Zum Schwarzen Wallfisch” umtaufte (2).

Das zweite “l” sollte auch noch aus dem Namen verschwinden, womit in übertragenem Sinn dann endlich der Wels in einen Walfisch verwandelt worden war: Auf der unten abgebildeten Ansichtskarte aus den 1920er Jahren weist die Gebäudefront zwar noch den “Wallfisch” mit Doppel-„l“ auf, in der Beschriftung der Karte am linken unteren Rand ist jedoch nur noch ein “l” zu finden und damit der Titel des Studentenlieds korrekt umgesetzt.

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Ansichtskarte des Restaurants „Zum Schwarzen Wal(l)fisch“ aus den 1920er Jahren. Archiv Abituria Wirceburgia.

Die Abituria im „Schwarzen Walfisch“

Der „Schwarze Walfisch“ war nicht nur bei Studenten beliebt, sondern wurde auch von Oberstufenschülern der Würzburger Gymnasien frequentiert. So verwundert es nicht, dass die Wirtschaft wie erwähnt 1910 als Gründungslokal der Abituria der Oberrealschule Würzburg diente (heute: Abituria Wirceburgia). Im Januar 1949 war das Lokal für die Abituria erneut ein Ort des Aufbruchs, da hier die erste Mitgliederversammlung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stattfand und damit der Grundstein für ein bis heute blühendes Verbindungsleben gelegt wurde.

In den nachfolgenden Jahren wurden im „Walfisch“ auch die monatlichen Abituria-Stammtische abgehalten, wofür die Vereinsleitung wegen der enormen Teilnehmerschar den großen Saal buchen musste, der im ersten Stockwerk hinter der breiten Fensterfront lag und auch den markanten Erker mit einbezog. Zu einer dieser Veranstaltungen gestaltete Albin Amann 1950 im Abituria-Gästebuch eine treffliche Zeichnung. Sie zeigt den damaligen 1. Vereinsvorstand Ernst Jung, wie er aus seinem Wohnort Helmstadt kommend über die Alten Mainbrücke zum Walfisch eilt, aus dessen großen Schlund ihm schon die Freunde fröhlich entgegenwinken.

Noch heute treffen sich die Mitglieder der Abituria gerne in ihrem ehemaligen Gründungslokal, wie z.B. am Samstag, 10.12.2016 um 19:00 Uhr.

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Zeichnung für das Gästebuch der Abituria der Oberrealschule Würzburg zum Stammtisch am 06.02.1950 aus der Feder von Albin Amann (Abitur 1939). Archiv Abituria Wirceburgia.

Klassentreffen

Seit das Restaurant zum Hotel erweitert wurde, bietet es sich auch für Klassentreffen an, zu denen die Teilnehmer teilweise weite Wegstrecken zurücklegen. So ist beispielsweise bekannt, dass Alfred Otto Haas (1901 – 1983), Schüler jüdischen Glaubens und Abiturient des Realgymnasiums Würzburg (heute: Siebold-Gymnasium), bis in die 1970er Jahre regelmäßig aus dem Exil in Portugal nach Würzburg reiste, um hier seine ehemaligen Klassenkameraden wiederzusehen (3).

Das Restaurant gehört nun schon seit vielen Jahren zur gehobenen Gastronomie Würzburgs und bietet – dem Namen verpflichtet – auf der erlesenen Speisekarte auch ausgezeichnete Fischgerichte an. Schade nur, dass mit der heutigen Bezeichnung „Hotel Walfisch“ der Bezug zum bekannten und beliebten Studentenlied verschwunden ist und wegen des Fehlens des früher einmal vorhandenen Klaviers im Lokal nur noch selten studentische Weisen erklingen…

Wolfgang Nüdling

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Das Hotel Walfisch im Mai 2014. Archiv Abituria Wirceburgia.

Literatur

(1) Nüdling, Wolfgang: Die Gründung der Abituria, in: Abituria Wirceburgia zu Würzburg e.V. (Hrsg.), 100 Jahre Abituria Wirceburgia zu Würzburg 1910 – 2010, Würzburg, 2010, S. 25 – 38; ders.: Die Abituria – Hundert Jahre Schülerverbindung des Röntgen-Gymnasiums, in: Direktorat des Röntgen-Gymnasiums Würzburg (Hrsg.), Von der alten OB zum RGW, Festschrift 100 Jahre Abitur am Sanderring 1910 – 2010, Würzburg, 2010, S. 110 – 115.

(2) Dettelbacher, Werner: Zu Gast im alten Würzburg, München, 1993, S. 71 – 72.

(3) Roedig, Christian: Jüdische Schüler am Staatlichen Realgymnasium, in: Schulleitung des Siebold-Gymnasiums Würzburg (Hrsg.), Dem Namen Siebold Ehre machen…, Festschrift und Jahresbericht zum 150-jährigen Jubiläum, Würzburg, 2014, S. 109.

 


 

Abituria Wirceburgia

Die Schülerverbindung Abituria Wirceburgia ist eine Vereinigung von Abiturienten Würzburger Gymnasien. Gegründet 1910 als „Abituria der Oberrealschule Würzburg“ gilt das Röntgen-Gymnasium Würzburg als Nachfolger der Oberrealschule noch heute als unsere Stammschule. Mit der Öffnung 1993 für Schüler aller Würzburger Gymnasien wählten wir den Beinamen „Wirceburgia“, um an die gleichnamige jüdisch-paritätische Studentenverbindung zu erinnern, die 1933 von den NS-Machthabern verboten wurde und der auch jüdische Mitglieder aus unseren Reihen angehörten.

Die Abituria Wirceburgia bietet heute ihren Mitgliedern ein vielfältiges kulturelles Programm. So organisieren wir regelmäßig Besichtigungen von interessanten Sehenswürdigkeiten Würzburgs und der näheren Umgebung oder finden uns zu kulinarischen Veranstaltungen ein. Bei den jüngeren Mitgliedern stehen lockere abendliche Treffen und Feiern im Vordergrund.

Darüber hinaus stellen wir Würzburger Gymnasien, der Aktion Stolpersteine und auf Anfrage auch anderen Interessenten Informationen, Bildmaterial etc. aus unserem umfangreichen Archiv zur Verfügung. Mit regelmäßigen Veröffentlichungen über die vielen ehemaligen Würzburger Schülerverbindungen halten wir dieses interessante Kapitel heimischer Schulgeschichte in Erinnerung. Wer diesbezüglich über Informationen oder museales Material verfügt, möge bitte mit uns Kontakt aufnehmen.

Kontakt:
Abituria Wirceburgia e.V.
Brücknerstr. 5/R
97080 Würzburg
info@abituria.org

 

Mädchen-Abitur 1922 am Realgymnasium Würzburg

Gymnasiale Ausbildung für Mädchen – ein langer Weg

Was heute selbstverständlich ist, war vor knapp 100 Jahren noch eine Seltenheit: Schülerinnen treten zur Abiturprüfung an! Die folgenden zwei Bilder sprechen für sich: Während an der Würzburger Sophienschule Töchter aus begüterten Haushalten immerhin die Mittlere Reife erwerben konnten, war es darüber hinaus nur einer geringen Zahl an jungen Damen möglich, auch die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Das Realgymnasium (heute: Siebold-Gymnasium) war dabei in Würzburg einer der Wegbereiter.

Dort gehörte Hermine Korbacher (verh. Pabst) zu den wenigen Mädchen, die Anfang der 1920er Jahre in Würzburg das Abitur erreichten. Als einzige Schülerin ihrer Abschlussklasse hebt sie sich mit ihrem weißen Kleid deutlich von den dunkel gewandeten Mitabiturienten ab (die beiden Fotos stellte ihr Sohn Dr. Herbert Pabst 2016 dem Abituria-Archiv zur Verfügung).

Über die langwierige und schlussendlich erfolgreiche Entwicklung der Mädchenbildung in Würzburg hat Studienrätin Anna Geiger, Lehrerin für Englisch, Geschichte und Sozialkunde am Siebold-Gymnasium, 2014 in der Festschrift zur 150-Jahrfeier der Schule einen ausführlichen und sehr lesenswerten Beitrag verfasst, siehe Literaturhinweis.

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Mittlere Reife an der Sophienschule Würzburg 1918, vordere Reihe, 3. von links: Hermine Korbacher (1926 verheiratet mit Artur Pabst). Archiv Abituria Wirceburgia (Dr. Herbert Pabst, Dachau, Nachlass Artur Pabst und Hermine Pabst, geb. Korbacher).

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Hermine Korbacher (1926 verheiratet mit Artur Pabst) inmitten ihrer Abiturklasse 1922 am Realgymnasium Würzburg. Archiv Abituria Wirceburgia (Dr. Herbert Pabst, Dachau, Nachlass Artur Pabst und Hermine Pabst, geb. Korbacher).

Literatur

Geiger, Anna: Frauenpower – Powerfrauen: Eine Geschichte der Mädchenbildung in Würzburg und am Siebold-Gymnasium, in: Brunner, Bernhard / Buttmann, Michael / Nickel-Göb, Irmgard / Rapps, Hermann / Schädle, Ulrike / Wolpert, Andrea (Red.): Dem Namen Siebold Ehre machen…, Festschrift und Jahresbericht zum 150-jährigen Jubiläum, Siebold-Gymnasium, Würzburg, 2014, S. 93 – 106.

Nüdling, Wolfgang: Abituria Realgymnasium, Mädchenabitur & Turonia, in: Abituria Wirceburgia, Mitteilungsblatt Nr. 73, Sept. 2016, S. 14 – 18.

Wolfgang Nüdling

 


Abituria Wirceburgia

Die Schülerverbindung Abituria Wirceburgia ist eine Vereinigung von Abiturienten Würzburger Gymnasien. Gegründet 1910 als „Abituria der Oberrealschule Würzburg“ gilt das Röntgen-Gymnasium Würzburg als Nachfolger der Oberrealschule noch heute als unsere Stammschule. Mit der Öffnung 1993 für Schüler aller Würzburger Gymnasien wählten wir den Beinamen „Wirceburgia“, um an die gleichnamige jüdisch-paritätische Studentenverbindung zu erinnern, die 1933 von den NS-Machthabern verboten wurde und der auch jüdische Mitglieder aus unseren Reihen angehörten.

Die Abituria Wirceburgia bietet heute ihren Mitgliedern ein vielfältiges kulturelles Programm. So organisieren wir regelmäßig Besichtigungen von interessanten Sehenswürdigkeiten Würzburgs und der näheren Umgebung oder finden uns zu kulinarischen Veranstaltungen ein. Bei den jüngeren Mitgliedern stehen lockere abendliche Treffen und Feiern im Vordergrund.

Darüber hinaus stellen wir Würzburger Gymnasien, der Aktion Stolpersteine und auf Anfrage auch anderen Interessenten Informationen, Bildmaterial etc. aus unserem umfangreichen Archiv zur Verfügung. Mit regelmäßigen Veröffentlichungen über die vielen ehemaligen Würzburger Pennälerverbindungen halten wir dieses interessante Kapitel heimischer Schulgeschichte in Erinnerung. Wer diesbezüglich über Informationen oder museales Material verfügt, möge bitte mit uns Kontakt aufnehmen.

Kontakt:
Abituria Wirceburgia e.V.
Brücknerstr. 5/R
97080 Würzburg
info@abituria.org

Wir feiern 106. Geburtstag!

Auf nach Würzburg am Samstag, 26.11.2016!

Wer kann da noch bequem im Sessel sitzen, wenn Geburtstag gefeiert wird?  Hoffentlich keiner, denn die Abituria wird 106 Jahre „jung“. Um diesen Anlass gebührend zu feiern, veranstalten wir einen feucht-fröhlichen Kneipabend, der am kommenden Samstag, 26.11.2016, um 19:30 im Abituria-Heim startet (Brücknerstraße 5/R, 97080 Würzburg).

Kommt also zahlreich und bringt gerne Eure Freunde mit!

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